Das Wohnglück ist grün

23.06.2020, 07:30

Das Wohnglück ist grün

Studie belegt: Deutsche wünschen sich nachhaltiges Wohnen

Die Coronavirus-Pandemie hat der Welt – zumindest zeitweise – einen nachhaltigeren Lebensstil aufgezwungen. Weniger Autoverkehr, stillstehende Fabriken und kaum noch private Flugreisen sind wie eine Atempause für die Natur. Doch werden wir auch nach der Pandemie dauerhaft umweltfreundlicher Leben? Ergebnisse der Studie Happy Quest des Wohnprojektentwicklers Bonava zeigen, dass die Deutschen sich dies beim Thema Wohnen wünschen: Gut zwei Drittel (67 Prozent) der 1.000 Befragten geben an, dass ein ideales Zuhause für sie möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben sollte. 

Im Einklang mit der Natur zu leben, beeinflusst maßgeblich wie viel Wohnglück wir empfinden: Über die Hälfte (55 Prozent) der Deutschen sagt, ein Wohnumfeld, das ihnen einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Lebensstil ermöglicht, trägt dazu bei, dass sie sich in ihrem Zuhause wohlfühlen. Weitere Ergebnisse der Studie Happy Quest bestätigen diesen Zusammenhang: Fast drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen, die mit ihrem Wohnumfeld zufrieden sind, geben an, ihr Zuhause ermögliche Ihnen einen Lebensstil, der in Balance mit den natürlichen Ressourcen der Natur stehe. Bei denen, die mit ihrer Wohnsituation unzufrieden sind, sagen das nur 16 Prozent. Sabina Renck, Expertin für Positive Psychologie, sagt, ein nachhaltiges Leben verleihe den Menschen meist auch ein Gefühl der Sinnhaftigkeit: „Eine Lebensweise, die sich positiv auf das gemeinsame Wohnumfeld, das Land und die Welt als Ganzes auswirkt, verstärkt das Gefühl, Teil einer nachhaltigen Gemeinschaft zu sein. Sie ist nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Wohnumfeld gut.“  

Nachhaltige Wohnumfelder machen glücklich 

Wohnumfelder können dazu beitragen, die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern, indem sie nachhaltige Lösungen anbieten, zum Beispiel energieeffiziente Gebäude, bei denen für die Versorgung mit Wärme, Warmwasser und Strom ressourcenschonende, moderne Technik eingesetzt wird oder auch flexible Grundrisse, die sich den ändernden Bedürfnissen der Bewohner anpassen. Ebenso können sie Voraussetzungen schaffen, den Wunsch nach Gemeinschaft und Sinnhaftigkeit auszuleben. Ein Beispiel sind Grünflächen, die von den Bewohnern gestaltet werden können. Laut Bonava-Studie trägt die Möglichkeit im eignen oder gemeinschaftlichen Garten zu graben und Gemüse oder Blumen anzupflanzen, aktiv zur Wohnzufriedenheit bei: Sie steigert das seelische Wohlbefinden der Bewohner um 120 Prozent. 

Emilia Almér Henßen, Nachbarschaftsexpertin bei Bonava, beobachtet, dass die aktuelle Corona-Krise die Bedeutung gut geplanter Wohnumfelder weiter verstärkt: „Die Kontakt- und Reiseverbote verschieben den Fokus der Menschen auf ihre eigenen vier Wände. Wenn der private Mikrokosmos die eigenen Bedürfnisse abdecken kann, ist es wesentlich leichter mit den uns auferlegten Beschränkungen zu leben. Da geht es zurzeit natürlich viel um flexible Raumkonzepte, die helfen, Arbeiten und Familie innerhalb der Wohnung oder des Hauses gut zu vereinbaren. Aber auch unkompliziert Naturerlebnisse in den Alltag integrieren zu können, spielt dabei eine große Rolle. Das zeigt sich zum Beispiel an der gestiegenen Nachfrage nach Schrebergärten in deutschen Großstädten oder die hohen Besucherzahlen in Gartenmärkten. Aber auch die Ergebnisse unserer Studie bestätigen das. Weit über die Hälfte der Befragten sagen, dass die Nähe zu Parks und Grünflächen wichtig für ihr Wohnglück ist.“ 

Ruhe und Natur wichtiger als Fitnessstudio und Laufstrecken 

Im Sinne der Nachhaltigkeit legen die Deutschen auch großen Wert darauf, dass ihre Wohnumgebung einen gesunden Lebensstil ermöglicht und sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt. Für knapp 40 Prozent ist dies eine wesentliche Voraussetzung, um sich zu Hause wohlzufühlen. Um gesund zu leben ist den Deutschen eine ruhige Wohnlage (77 Prozent) und die Nähe zur Natur (73 Prozent) am wichtigsten. 45 Prozent geben an, dass ein gesundes Wohnumfeld ihnen Orte zum Zusammensein mit ihren Familien und Freunden bieten sollte, 42 Prozent wünschen sich gute Voraussetzungen, ihrem Hobby nachzugehen. Wasser (32 Prozent) und Laufstrecken (29 Prozent) in unmittelbarer Umgebung des eigenen Zuhauses oder der Zugang zu einem Fitnessstudio (20 Prozent) sind den Deutschen hingegen weniger wichtig, wenn sie an Wohnumfelder denken, das einen gesunden Lebensstil fördert. 

Die Ergebnisse der Studie Happy Quest bestätigen, dass naturnahe Wohnumfelder gut für Körper und Geist sind. 73 Prozent der Befragten, die mit ihrem körperlichen Wohlbefinden am zufriedensten sind, leben in der Nähe von Parks und Grünanlagen. Bei den Menschen, die am wenigsten mit ihrem körperlichen Wohlbefinden zufrieden sind, wohnen 58 Prozent nah an Grünflächen. Ganz ähnlich beeinflusst das Grün vor der Tür das geistige Wohlbefinden. 70 Prozent der Befragten, die am zufriedensten mit ihrem geistigen Wohlbefinden sind, leben naturnah. Bei denjenigen, die mit ihrem geistigen Wohlbefinden am unzufriedensten sind, sind es nur 54 Prozent.  

„Die Corona-Krise bestärkt uns in unserer Philosophie, dass ein Zuhause mehr als ein Dach und vier Wände bedeutet und individuelle Bedürfnisse sowie das gesamte Wohnumfeld immer mit berücksichtigt werden müssen“, sagt Sabine Helterhoff, Vorsitzende der Geschäftsführung von Bonava in Deutschland. Eine positive Folge der Corona-Krise könne daher sein, dass auch bestehende Wohnumfelder sozial und ökologisch aufgewertet werden und neben dem Trend zum ressourcenschonenden, energieeffizienten und naturnahen Wohnen, Gemeinschaftsflächen und -gärten mehr Beachtung geschenkt wird. 

Für Presseanfragen, weiteres Bildmaterial und Interviewwünsche kontaktieren Sie gern: 

Katja Kargert 

Unternehmenskommunikation 
katja.kargert@bonava.com 

Tel.: 03361 670-407